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2014/2016: Seltene Sternenkonstellation ermöglich Suche nach erdgroßen Planeten um Proxima Centauri

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2014/2016: Seltene Sternenkonstellation ermöglich Suche nach erdgroßen Planeten um Proxima Centauri

Beitrag von Gast am Mi 05 Jun 2013, 22:27

Im Oktober 2014 und Februar 2016 kommt es zu einer seltenen Sternenkonstellation, wie sie sich nur einmal alle 600 Jahre ergibt und es Astronomen ermöglichen wird, mit den Weltraumteleskopen "Hubble" der NASA aber und dem europäischen Weltraumteleskop "Gaia", sowie mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) nach erdgroßen Planeten zu suchen, die den unserem Sonnensystem nahe gelegenen Roten Zwergstern Proxima Centauri umkreisen könnten.

Proxima Centauri ist der unserer Sonne am nächsten gelegene Nachbarstern. 2014 und 2016 wird der Rote Zwerg von uns aus betrachtet vor zwei Hintergrundsternen vorbeiziehen (s.Abb.).

Wie das Astronomenteam um Kailash Sahu vom Space Science Telescope Institute am vergangenen Montag auf dem 222. Jahrestreffen der American Astronomical Society in Indianapolis berichtete, existieren zehnmal so viele Rote Zwergsterne wie sonnenähnliche Sterne. Zudem, das haben bisherige Exoplanetenentdeckungen gezeigt, gibt es recht viele Rote Zwerge, die von kleineren erdgroßen (Fels-)Planeten umkreist werden. Die Chance also auch bei Proxima Centauri fündig zu werden, sei also entsprechend gut.

Frühere Versuche, Planeten um Proxima Centauri, der selbst als kleinster und dritter Stern Teil des Dreifachsternensystem Alpha Centauri ist, zu entdecken, waren bislang nicht erfolgreich. Die Astronomen sind jedoch zuversichtlich, dass sie nun sogar erdartige Planeten finden könnten - sollten diese existieren.

Behilflich bei dieser Suche soll der sogenannte Mikrolinseneffekt sein, der hervorgerufen wird, wenn ein Stern - aus unserer Perspektive betrachtet - im Vordergrund genau vor einem oder mehreren Hintergrundsternen vorbeizieht und dabei das Abbild dieser Hintergrundsterne durch seine Schwerkraft - einer Vergrößerungslinse gleich - verzerrt, gleichzeitig vergrößert und um sich herum leitet.

Solche Mikrolinseneffekte können mehrere Stunden bis Tage andauern und ermöglichen es Astronomen, die Masse des Roten Zwergsterns genau zu vermessen. Angesichts einer solchen exakten Massenbestimmung, können die Wissenschaftler dann auch auf die Temperatur des Sterns, seinen Durchmesser, seine spezifische Helligkeit und Langlebigkeit rückschließen.

Während der Ereignisse wird besonders die optische Verschiebung der Hintergrundsterne und deren Abweichung von ihrer normalen Sichtbarkeit von Interesse sein, da sich anhand dieser Abweichung die Masse des Sterns genau ermitteln lässt. Sollte der Zwergstern zudem planetare Begleiter haben, so würden diese eine zweite, wenn auch deutlich kleinere Verschiebung hervorrufen.

Da Proxima Centauri der Erde so nahe ist, wird der Mikrolinseneffekt auch deutlich stärker ausfallen bzw. zu beobachten sein, als angesichts von weiter entfernten Sternen. Dennoch werden nur die leistungsstarke Weltraumteleskope "Hubble" (NASA), Gaia (ESA) und das erdgebundene Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarten (ESO) auf dem chilenischen Paranal 2014 und 2016 in der Lage sein, die leichten Schwankungen zu registrieren und zu vermessen.



Schaubild zur seltenen Konstellation 2014 und 2016, bei der Proxima Centauri, von der Erde aus betrachtet, vor zwei Hintergrundsternen vorbeiziehen und dann deren Abbilder als Gravitationslinse verzerren wird.

Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2013/06/20142016-seltene-sternenkonstellation.html

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